Samstag, 5. August 2017

JOLI ROUGE

Ein historischer Roman über eine der wenigen Piratinnen, die in diesen harten Zeiten überleben konnte.



JOLI ROUGE

Allgemeine Informationen
Taschenbuchausgabe: 400 Seiten
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Historischer Roman

Joli Rouge“ ist ein Einzelband.

Andere Bücher der Autorin:
- Der Traum vom Horizont (Historischer Roman)



»Ich werde niemals einen Mann heiraten, der über mich befiehlt« schmetterte Jacquotte ihm entgegen. »Ebenso wenig wie ich jemals einen Mann heiraten werde, über den ich zu befehlen vermag.«
Eine Frau in einer von Männern dominierten Welt, die niemals aufgibt und trotz Widerständen ihren Weg geht.


Klappentext

La Española, 1656: Das Gesicht der Westindischen Inseln beginnt sich zu verändern. Einst von Spanien dominiert, beginnen sich die Mächte mit den eintreffenden Seefahrernationen England, Frankreich und Holland zu verschieben. Es ist die Welt der Bukaniere, in der die junge Jacquotte Delahaye aufwächst. Eine Welt der Männer, wie sie sehr bald feststellt, beherrscht von der Bruderschaft der Küste, die nach ihren eigenen Regeln lebt und in der Frauen nicht erwünscht sind. Mit dem ihr eigenen Stolz stellt sie sich den Herausforderungen dieser unsteten Zeit, in der man nur selbstbestimmt leben kann, wenn man ein Mann ist. Wird es ihr gelingen, der Bruderschaft beizutreten und ihren eigenen Weg zu gehen?


Meine Meinung

Die Geschichte:

Am Anfang der Geschichte wurde man wortwörtlich kalt ins Wasser geworfen. Ich benötigte einen Moment, bis mir klar wurde, was gerade vor sich ging. Denn die Geschichte beginnt nicht mit Jacquotte, dem Hauptcharakter der Geschichte, sondern mit ihrem Vater.
Hat man den Einstieg allerdings gemeistert und sich ein Bild des Geschehens gemacht, erwartet dich ein fesselndes Abenteuer mit sehr interessanten und manchmal auch etwas zwielichtigen Charakteren, von denen dir einige sehr ans Herz wachsen werden.
Die Welt der Piraten wird sehr realitätsnah geschildert (soweit ich dies beurteilen kann). Es gibt keine Verherrlichung des Piratenalltages, wie es leider oft in Büchern und Filmen der Fall ist. Immer wieder wird einem von neuem bewusst, welchen Gefahren sich die mutige Jacquotte stellen muss, um ihr Ziel zu erreichen und von der Bruderschaft anerkennt zu werden.
Die Geschichte ist sehr spannend aufgebaut und es gibt immer wieder überraschende Wendungen, weshalb man nie so genau weiss, wohin die Geschichte führen wird. Genauso interessant war es zu rätseln, wer wirklich auf Jacquottes Seite steht und wer zu ihren Widersachern gehört.
All dies fand ich sehr interessant und die Geschichte konnte mich bis zum Schluss fesseln.

Die Protagonisten:

Die Geschichte wird uns aus der Sicht verschiedener Protagonisten geschildert, was mich anfangs ein wenig verwirrte, da ich dachte sie werde nur aus Jacquottes Sicht erzählt. Trotzdem fand ich mich bald mit den sehr unterschiedlichen Perspektiven zurecht und fand es schlussendlich sogar sehr interessant, dass man auch die Gedankengänge von Jacquottes Gegenspielern geschildert bekam. So erhielt man einen Einblick in ihr Leben und die Beweggründe für ihr Handeln.
Die Übergänge von einem Protagonist zum nächsten haben mich nicht gestört. Die Autorin hat es geschafft, dass ich mich bereits nach wenigen Sätzen in die Situation der neuen Person herein versetzen konnte.
Etwas verwirrend war, dass es sehr viele Nebencharaktere gab. Viele von ihnen wurden nur namentlich erwähnt und da wusste ich oft nicht, ob diese Person schon einmal erwähnt wurde, oder ob sie gerade das erste Mal über sie sprachen. Noch verwirrender war, dass einige Personen im Verlauf der Geschichte die Namen änderten, dies verwirrte mich zusätzlich. Mit der Zeit fand ich mich dann trotzdem zurecht, da viele Personen wichtigere Rollen übernahmen und ich mir diese Namen dann gut merken konnte.



Erscheinungsbild

Das Cover des Buches ist wunderschön gestaltet. Vor allem die Rückseite mit dem Segelschiff passt sehr gut zur Geschichte. Die rothaarige Frau auf der Vorderseite sieht zwar wunderschön aus, ich persönlich finde allerdings, dass sie Jacquotte kaum ähnlich sieht. Jacquotte ist eine Kämpferin, die sich in der Welt der Piraten behaupten will und keine blasse Prinzessin, wie es auf dem Cover den Anschein macht. Dies ist allerdings auch der einzige Kritikpunkt am Cover.
Ich finde es trotzdem sehr gut gelungen und es regt auf jeden Fall zum Kaufen an.


Bewertung

Seit langem habe ich mich wieder einmal an einen historischen Roman heran gewagt und wurde nicht enttäuscht. Zwar kann ich nicht wirklich beurteilen, wie nahe die Geschichte an das reale Piratenleben heran kommt, denke aber, dass sie sehr realitätsnah ist.
Eines kann ich dafür mit Sicherheit sagen, in dieser Geschichte wird die Welt der Piraten nicht verherrlicht dargestellt. Sie bringt uns die Probleme und Sorgen der damaligen Welt näher und zeigt auf, wie hart Jacquotte für ihren Traum kämpfen muss.

Wer die Geschichte einer starken Frau lesen möchte, die alles dafür unternimmt, so akzeptiert zu werden wie sie ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Für mich wird es keinesfalls das letzte Buch dieser Autorin gewesen sein.


4 von 5 Punkten


Montag, 3. April 2017

Lia-Minas Giveaway

Lia-Minas Giveaway


Lia-Minas Giveaway

Für diesen Monat habe ich mir etwas ganz besonderes überlegt. Um all meinen Abonnenten hier auf meinem Blog und vor allem auf Instagram zu danken, veranstalte ich eine Verlosung. Dabei gibt es eines meiner liebsten Bücher, nämlich „Die rote Königin“ zu gewinnen. (nagelneu & noch eingeschweisst)
Zudem werde ich ein kleines Überraschungspaket zusammenstellen, also lasst euch überraschen.



Teilnahmebedingungen:

- Teilnahmeschluss: 30 April 2017
- Meinem Blog folgen (da es ein Dankeschön an meine Follower ist)
- Einen Kommentar unter diesen Beitrag schreiben
- Minderjährige müssen die Erlaubnis ihrer Eltern einholen
- Wohnhaft in der Schweiz, Deutschland, Österreich oder Lichtenstein sein



Zusatzlose:

- Meiner Instagramseite "liaminas_buecherwelt" folgen (weitere Angaben siehe Instagrampost)


Viel Glück!

Eure Lia-Mina

Freitag, 17. März 2017

Wild Cards - Das Spiel der Spiele


AMERICA’S NEXT SUPERHERO!


Allgemeine Informationen
Autor: unter anderem George R.R. Martin (& viele mehr)
Verlag: blanvalet
Taschenbuchausgabe: 544 Seiten
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Fantasy

Wild Cards - Das Spiel der Spiele“ ist ein Band aus der Reihe Wild Cards, die von George R.R. Martin ins Leben gerufen wurde.
Dieser Band gehört zu der Reihe „Wild Cards – 2. Generation“.
3. Band: Der höchste Einsatz



Wild Cards - Das Spiel der Spiele

Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten gibt es viele. Da ist z.B. Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Gardener, die Pflanzen beherrscht. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neuste Casting Show im Fernsehen, endlich klären.

Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.

Vielen Dank an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag, die mir dieses wundervolle Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.


Klappentext

Seit sich in den Vierzigerjahren das Wild-Card-Virus ausgebreitet hat und Menschen mutieren lässt, gibt es neben den normalen Menschen auch Joker und Asse. Joker weisen lediglich körperliche Veränderungen auf, während Asse besondere Superkräfte besitzen. Da ist zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, oder Lohengrin, der eine undurchdringliche Rüstung heraufbeschwört. Doch wer ist Amerikas größter Held? Diese Frage soll American Hero, die neueste Casting Show im Fernsehen, endlich klären. Für die Kandidaten geht es um Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht.


Meine Meinung

Die Geschichte:

Als erstes muss ich anmerken, dass die Geschichte von mehreren Autoren verfasst wurde. Das heisst, dass sich der Schreibstil je nach Kapitel ein wenig ändert. Vor allem die Abschnitte von George R.R. Martin heben sich deutlich von den andern ab, da die restlichen Autoren eher ähnliche Schreibstile besitzen. Am Ende des Buches werden alle Autoren und ihre geschriebenen Textpassage aufgelistet. Falls dir ein Schreibstil besonders gut gefällt, kannst du dort nachschauen, von welchem Autor die Passage ist.
Das mag fürs erste ziemlich verwirrend klingen, ist es aber nicht. Man gewöhnt sich schnell an die unterschiedlichen Schreibstile, zudem verleihen sie dem Buch Abwechslung und machen es zu etwas ganz besonderem.


Die Protagonisten:

Im Buch gibt es sehr viele unterschiedliche Charaktere, von denen die einen mehr, die andern weniger im Rampenlicht stehen. Jeder von ihnen besitzt seine ganz besondere Fähigkeit, wie zum Beispiel Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann. Hierzu kann ich nur sagen, die Autoren liessen sich bei der Erarbeitung der Fähigkeiten etwas komplett Neues einfallen. Lasst euch überraschen, welche besonderen Gaben die Protagonisten sonst noch ans Licht bringen.

Die grosse Anzahl an Protagonisten hat mich keineswegs gestört hat. Sie besitzen alle ihre ganz eigene Persönlichkeit, so bekommt man vom unausstehlichen Typen, über die Zicke bis hin zum Aussenseiter alles zu Gesicht. All diese Charakterzüge wurden vorbildlich ausgearbeitet und völlig unverblümt dargestellt.

Der erste Teil des Buches handelt vor allem von der Mission der Castingshow. Dabei bilden sich unter den Teilnehmern Gruppen, die sich wiederum mit andern Teams anlegen. Dies verleiht dem Buch Spannung und ist sehr unterhaltsam. Erst gegen Ende des Buches, wird dann schliesslich klar, was wirkliches Heldentum bedeutet und die Geschichte gewinnt an Tiefe.

Mir gefiel die Geschichte gut. Sie ist für all diejenigen etwas, die nach etwas besonderem suchen. Nach einem Buch, das sich von den andern abhebt und keinesfalls der Norm entspricht.


Erscheinungsbild

Ich finde das Cover passt sehr gut zur Story. Es zeigt eine Frau mitten in einer Grossstadt, umgeben von grünen Pflanzen und Rauch. Das Cover weist auf die besonderen Fähigkeiten hin und eine eher etwas düstere Welt. Es gefällt mir viel besser als das alte Cover, weshalb ich am Cover nichts zu bemängeln habe.


Bewertung

Für mich persönlich war dieses Buch etwas ganz spezielles, da ich bisher noch nie ein Buch in dieser Art gelesen habe. Da die vielen verschiedenen Personen, die jeweils von anderen Autoren verfasst wurden, doch ein wenig verwirrend waren, gebe ich dem Buch 4 Punkte. Es ist bestimmt kein Buch für jedermann, wer allerdings etwas ganz besonders sucht, etwas das von der Norm abweicht, ist hier genau richtig.

Kurz gesagt, entweder man liebt es oder man hasst es.


4 von 5 Punkten

Mittwoch, 1. März 2017

Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen

Sie hat ein Leben genommen. Jetzt muss sie mit ihrem Herz dafür bezahlen.

Band 1: Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen
Ein legendäres Reich.
Ein Fluch.
Und eine große Liebe,
die entweder die Rettung bedeutet
oder alles in den Abgrund ziehen wird...

Allgemeine Informationen
Autorin: SarahJ. Maas
Verlag: dtv
Hardcover Ausgabe: 480 Seiten
Erscheinungsjahr: 2017
Genre: Fantasy
Alter: ab 14 Jahren


"Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen“ ist ein vielversprechender Reihenauftakt.




Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Vielen Dank an den dtv Verlag, der mir dieses wundervolle Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.


Klappentext

Die junge Jägerin Feyre wird in das sagenumwobene Reich der Fae entführt. Nichts ist dort, wie es scheint. Sicher ist nur eins: Sie muss einen Weg finden, um ihre Liebe zu retten. Oder ihre ganze Welt ist verloren.
Quelle: dtv


Meine Meinung

Die Hauptprotagonistin:

Feyre ist die Hauptprotagonistin, die Geschichte wird uns aus ihrer Sicht geschildert. Meistens konnte ich ihr Handeln gut nachvollziehen. Obwohl es auch Momente gab, in denen ich ihre Entscheidungen in Frage stellte. Doch genau diese Fehltritte scheinen nötig zu sein, damit die Geschichte ihr volles Potential entwickeln kann.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich Feyres Entscheidungen mehrheitlich nachvollziehen und gut mit ihr mitfühlen konnte. Ihre menschlichen Stärken und Schwächen machen sie zu einer sympathischen Hauptfigur.


Die Geschichte:

Die Geschichte erinnerte mich anfangs stark an das Märchen „Die Schöne und das Biest“. In der Originalfassung des Märchens hat Belle Schwestern, die ähnliche Charaktereigenschaften aufweisen, wie die Schwestern von Feyre. Hier muss ich allerdings hinzufügen, dass sich die Autorin für Feyres Schwestern etwas ganz Besonderes überlegt hat. Lasst euch also überraschen.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist, dass sowohl Belles, als auch Feyres Familie einst wohlhaben waren. Beide Familien gerieten in Armut, als der Vater sein Geld in die Schifffahrt investiert hatte. Schliesslich werden sowohl Belle, als auch Feyre von einem Monster entführt, das sich schliesslich als eine Art Prinz herausstellt.
Dies sind einige Parallelen, die mir zu Beginn der Story auffielen. Der weitere Verlauf entfernt sich dann allerdings immer weiter vom Märchen. Feyre lernt die Welt der Fae kennen, mit all ihren Geheimnissen und Tücken. Diese Welt ist nicht so wunderbar, wie sie auf den ersten Blick vorgibt zu sein.

Der Anfang und der Schluss der Geschichte konnten mich fesseln. Leider schnitt der Mittelteil vergleichsweise schlecht ab. Auf einmal drohte die Gefahr, dass sich die Geschichte zu sehr in eine Lovestory verwandelt. Ich persönlich mag zwar Liebesgeschichten, allerdings nur, wenn sie nicht zu sehr im Vordergrund stehen. Genau dies war einige Kapitel lang der Fall, durch die ich mich dann eher durch quälen musste. So freute ich mich sehr darüber, als die grosse Wendung kam und sich alles änderte. Das Buch ist sowohl was für Leute die Lovestorys lieben, als auch für Leute wie mich, die lieber etwas mehr Action mögen.

Schlussfolgernd kann ich sagen, dass es ein tolles Buch ist, das ich gerne weiter empfehle. Das Ende lässt nur wenige Fragen offen, weshalb es auch sehr gut als Einzelband taugt. Da ich inzwischen ein paar Details zu den Folgebänden – die bereits auf Englisch erschienen sind – erfahren habe, bin ich mir nicht sicher, ob ich die Reihe weiter lesen werde. Vor allem, da mir das Ende dieses Buches sehr gut gefällt.



Ich kann mich nicht einmal selbst gegen das schützen, was Prythian bedroht… Selbst wenn wir gegen die Seuche bestehen könnten… man würde Jagd auf dich machen. Sie würde eine Möglichkeit finden, dich zu töten.

Band 1: Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen


Erscheinungsbild

Toll finde ich, dass das Buch unter dem Schutzumschlag wunderschön gestaltet ist. Es passt sehr gut zur Geschichte. Es zeigt Feyre, wie sie mit ihrem Bogen bewaffnet die fantastische Welt der Fae erkundet. Mit seinem Märchenhaften Flair verkörpert es die Geschichte bestens und macht auch auf die darin enthaltene Liebesgeschichte aufmerksam.

Das Cover fällt auf jeden Fall auf und widerspiegelt den Inhalt des Buches sehr gut.

Meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Cover!


Bewertung

Für alle märchenliebenden Personen ist dieses Buch ein Muss. Es ist ein tolles Fantasy Buch, das ausser einer Liebesgeschichte noch so viel mehr zu bieten hat. Denn in der Welt der Fae ist nichts so wie es scheint.

Das Buch konnte mich überzeugen, weshalb ich trotz des Mittelteils 5 Punkte verleihe. Wäre der Mittelteil nicht gewesen, der mich nicht ganz so überzeugen konnte, wäre es direkt eines meiner Lieblingsbücher geworden.


5 von 5 Punkten

Freitag, 24. Februar 2017

Freitagsgedanken - Mit oder ohne Liebe


Mit oder ohne Liebe?

Muss jedes Buch für dich wenigstens eine kleine Liebesgeschichte enthalten?


Eine neue Ausgabe von Ava Reads Freitagsgedanken.
Ja, heute tatsächlich an einem Freitag, allerdings eine Woche zu spät…



Freitagsgedanken – Mit oder ohne Liebe?


Meine Antwort auf diese Frage fiel mir leicht:

Für mich braucht es eine Liebesgeschichte.

Wie diese genau aussieht, ist mir allerdings ziemlich egal. Es können beispielsweise auch zwei Nebencharaktere sein, die sich im Verlauf der Geschichte näher kommen und deren Liebesgeschichte nur bruchstückhaft geschildert wird.

Eine Liebesgeschichte für die Hauptfigur ist meiner Meinung nach nicht zwingend nötig. Je nach Geschichte wäre diese sogar ziemlich fehl am Platz.
Bei manch einem Buch wünschte ich mir sogar, dass die Liebesgeschichte etwas stärker im Hintergrund gehalten würde. Denn ich muss zugeben, dass mir Bücher, die nur von einer Lovestory handeln, nicht gefallen.

Die interessantesten Geschichten sind für mich jene, in denen die Liebe nicht zu kurz kommt aber auch nicht allgegenwärtig ist. Es braucht einen Handlungsstrang, in dem die Liebe integriert wird, der allerdings nur wenig mit ihr zu tun hat.

Ein Buch ganz ohne Liebesgeschichte… Da fällt mir keines ein, das ich in letzter Zeit gelesen habe… :)


Wie steht ihr zu diesem Thema? Braucht es wirklich eine Liebesgeschichte und wie fest sollte diese im Buch vertreten sein?


Samstag, 18. Februar 2017

Deutsches Cover vs Original Cover

Deutsches Cover vs Original Cover

In letzter Zeit treffe ich auf Instagram immer öfter auf die englischen / amerikanischen Originalausgaben. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Cover dieser Bücher den deutschen Ausgaben meist überhaupt nicht ähnlich sehen. Ich finde, die deutschen Cover sehen viel kindlicher und verspielter aus, während die Originalcover oft schlichter wirken und daher eher zu einem Buch für Erwachsene, als zu einem Jugendbuch passen würden.
(Hier eine Auswahl an Cover, die in ich letzter Zeit angetroffen habe.)


Als erstes Beispiel zeige ich euch die Cover von „Die rote Königin“ mit dem Originaltitel „red queen“.


Der Unterschied ist klar ersichtlich. Das schlicht gestaltete englische Cover könnte genauso gut zu einem Krimi gehören, während das deutsche dagegen geradezu harmlos wirkt.

Bei diesen beiden Covern gefallen mir beide recht gut, obwohl sie sehr unterschiedlich sind. Ich kann mich nicht entscheiden, welches besser zur Story passt, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich das deutsche Cover wählen.
Welches findet ihr passender?



Ein weiteres Beispiel ist „Zeitsplitter“ oder „all our yesterdays“.


Bei der deutschen Ausgabe wird einem auf der Stelle bewusst, dass es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt. Bei der Originalausgabe wäre ich niemals darauf gekommen.
In diesem Falle finde ich das Originalcover zwar sehr interessant, aber es verspricht dem Leser eine Story, der das Buch nicht gerecht wird. Hier muss ich anmerkten, dass ich Zeitsplitter geliebt habe, aber es ist nun mal ein Jugendbuch und das Originalcover lässt ganz anderes erwarten.

Meine Wahl fällt in diesem Fall also erneut auf das deutsche Cover.



Ein weiteres Buch wäre "Witch Hunter", respektive "the witch hunter".


Zwar habe ich dieses Buch noch nicht gelesen, doch ich denke die Tendenz, in welche Richtung das deutsche und das Original Cover gehen ist klar ersichtlich.

Auch hier finde ich, dass das deutsche Cover eher meinen Geschmack trifft.



Nun zu einem aktuellen Titel und zwar "Das Reich der sieben Höfe" oder der Originaltitel "a court of mist and fury".


In diesem Fall muss ich sagen, dass mir das deutsche Cover deutlich besser gefällt. Vor allem, da in dem Buch die Liebesgeschichte der Hauptprotagonisten eine wichtige Rolle spielt. Die Originalversion lässt eher auf eine gnadenlose Kriegergeschichte schliessen, die wenig mit dem märchenhaften Flair der Geschichte zu tun hat.



Nun kommen wir also zu den Fragen, die ich mich gestellt habe, als ich all die unterschiedlichen Cover sah:

Warum ist dies so? Sind die Erwartungen an ein Cover im deutschsprachigen Raum so anders, als im englischsprachigen?
Warum sehen die englischen Cover viel düsterer aus? Die Zielgruppe bleibt ja dieselbe, egal in welcher Sprache die Bücher verfasst sind.

Was sind eure Meinungen zu diesen Fragen? 



Meine Schlussfolgerung:

Die Tendenz zeigt klar und deutlich, dass im deutschprachigen Raum eher auf kindliche, verspielte Cover gesetzt wird. Diese Cover scheinen bei uns sehr gut anzukommen. Die Originalcover wirken hingegen viel schlichter und damit auf eine Art düsterer und bedrohlicher. Meiner Meinung nach wecken die Originalcover oft falsche Erwartungen an das Buch, denn es handelt sich bei all diesen Büchern um Jugendbücher. Die deutschen Ausgaben wirken hingegen beinahe wieder etwas zu niedlich.
Vielleicht wäre eine Mischung aus den beiden Coverarten eine gute Alternative?

Was denkt ihr darüber? Kennt ihr noch weitere Beispiele von solchen Covern oder gibt es Bücher bei denen es genau anders herum ist?



Dienstag, 14. Februar 2017

The Cage - Entführt

Du bist allein. Entführt. Millionen Kilometer von zu Hause entfernt.
Band 1: The Cage - Entführt

Allgemeine Informationen
Autorin: MeganShepherd
Verlag: Heynefliegt
Taschenbuchausgabe: 464 Seiten
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Science Fiction
Alter: ab 14 Jahren


„The Cage - Entführt“ ist der spannende Auftakt der „The Cage-Serie“.
2. Band: The Cage – Gejagt (Erscheinungsdatum: 09.05.2017)
3. Band: The Cage – Zerstört (Erscheinungsdatum: 22.03.2018)




The Cage - Entführt

Rätsel. Spielzeug. Süssigkeiten. Diese Geschöpfe – die Kindred – hielten sie für Kinder. Nein, nicht Kinder. Tiere.


Klappentext

Die 16-jährige Cora erwacht mitten in einer Wüste. Sie wurde offensichtlich entführt! Aber von wem? Und wo um Himmels willen ist sie gelandet? Denn an die Wüste grenzen eine arktische Tundra und das Meer, dahinter liegt eine filmkulissenartige Stadt. Fünf weitere Jugendliche irren durch die merkwürdige und, wie sich bald zeigt, sehr gefährliche Szenerie. Und dann tritt Cassian auf: ein unglaublich schöner junger Mann, der sich als ihr Wächter vorstellt. Ihr Wächter in einem Zoo, Millionen Kilometer von zu Hause entfernt. Eine Flucht scheint unmöglich zu sein. Bis sich zwischen Cora und Cassian eine verbotene Anziehung entwickelt. Doch kann Cora ihm genug vertrauen, um zu fliehen?
Quelle: Heyne fliegt


Meine Meinung

Die Hauptprotagonistin der Geschichte ist die 16-jährige Cora, die alles andere als eine gewöhnliche Jungend hinter sich hat. Diese Tatsache trifft auf alle fünf Jugendlichen zu, die im Käfig gefangen sind. Jeder hat seine Geschichte, was jeden auf seine eigene Art mehr oder weniger sympathisch macht. Dies wird durch Perspektivenwechsel verstärkt. Jeder Charakter bekommt dabei die Gelegenheit, seinen eigenen Gesichtspunkt zu vertreten. Dies erinnerte mich anfangs sehr an die „Das Labyrinth-Trilogie“ von Rainer Werkwerth. Diese konnte mich allerdings überhaupt nicht überzeugen, da ich mich durch den ständigen Perspektivenwechsel kaum mit einem der Protagonisten identifizieren konnte. Bei diesem Buch war dies ganz anders. Vielleicht lag der Unterschied darin, dass die Protagonisten sich an ihre Vergangenheit erinnern konnten. Zudem wird der Fokus vor allem auf Cora gelegt, weshalb die Geschichte meist aus ihrer Sicht geschildert wird.
Die Idee mit der künstlich nachgestellten Welt und den Rätsel, die es zu lösen galt, finde ich sehr interessant. Es erinnert stark an ein Experiment, wobei die Jugendlichen die Laborratten waren, die für jedes gelöste Rätsel eine Belohnung bekamen. Welche Rolle dabei diese seltsamen schwarzen Fenster, die im ganzen Käfig verteilt sind spielen, kann sich wahrscheinlich jeder denken.
Was die Ausserirdischen betrifft, die etwas mit dem Käfig zu tun haben, bleibt lange unklar, wie sie den Jugendlichen gegenüber stehen. Schliesslich haben sie die Jugendlichen entführt, doch aus welchem Grund? Zu ihrem Schutz oder doch eher um sie für ihre Experimente zu missbrauchen?
Ich fand die Idee der Geschichte sehr interessant und die Umsetzung ist gut gelungen. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Ich konnte mir das geschilderte gut vorstellen und tauchte voll und ganz in ihre Welt ab. Die Geschichte wird in der „dritten Person“ erzählt und wie bereits erwähnt, kommt jeder der Protagonisten zum Zuge, um seine Sichtweise zu schildern.



Erscheinungsbild

Ich finde das Cover wunderschön. Es erinnert an eine Science Fiction Story, vor allem mit der gelb leuchtenden Flüssigkeit, die sich um die Felsen schlingt. Leider fehlt mir dabei ein wenig der Bezug zur Geschichte. Cora und die andern Jugendlichen befinden sich in einer nachgestellten Welt, die ihrem Leben auf der Erde sehr ähnelt. Zudem hat die Hauptfigur Cora blondes Haar, weshalb sie nicht die abgebildete Person auf dem Cover sein kann.
Ich hätte mir ein etwas passenderes Cover gewünscht, obwohl es wunderschön ist und sicher auf ein Grund war, weshalb ich mir das Buch gekauft habe.


Bewertung

Das Buch ist ein gelungener Auftakt der Trilogie. Die Art und Weise, wie der Käfig aufgebaut war und die verschiedenen Rätsel fand ich ganz interessant. Vor allem da man nie genau wusste, wo einem die Geschichte hin führt. Am Schluss kommt nochmals eine grosse Wendung, die jegliche Theorien über den Haufen schmeisst, was das Buch zu etwas ganz speziellem macht. Ich bin sehr gespannt, wie es im zweiten Band weiter gehen wird. Der Schluss lässt es ziemlich offen, in welche Richtung die Fortsetzung führen wird.
Der einzige Kritikpunkt liegt beim Cover. Trotzdem gebe ich dem Buch die volle Punktzahl, da es mir sehr gut gefallen hat und ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Ich kann es kaum erwarten, bis der zweite Band erhältlich ist!

5 von 5 Punkten